Bluesbrauser - Das Archiv

 
Pongauer/Pinzgauer/Lungauer Nachrichten - 11. Februar 2010
 

 
Pongauer Nachrichten - 21. Jänner 2010

 
 
 
Kronenzeitung - 17. Jänner 2010
 

 
 
 
 
Salzburger Nachrichten - 12. Jänner 2010

Rocken auf hohem Niveau

XtraOrdinary. Jedes Jahr veröffentlicht das Rockhouse Songs von jungen Salzburger Bands auf einer CD. Zu hören ist viel Professionalität.

CLEMENS PANAGL SALZBURG (SN). 22 Songs oder 79 Minuten Musik: Mehr hat auf einer CD einfach nicht Platz. Für die Jury, die darüber entscheidet, welche jungen Bands auf dem vom Salzburger Rockhouse veröffentlichten Sampler „XtraOrdinary“ landen, bedeutet das die Qual der Wahl: Immerhin 200 Bands sind in Salzburg aktiv, rund 50 bewerben sich jährlich für einen Platz auf der CD, die Salzburgs Musikszene im Querschnitt dokumentiert.

Beim soeben erschienenen 13. Album der Reihe sei die Auswahl besonders schwer gefallen, sagt Rockhouse-Chef Wolfgang Descho. „An der Anzahl der Einreichungen hat sich wenig geändert, aber die meisten Songs haben mittlerweile wirklich eine hohe Qualität. Für einen Platz auf dem Sampler reicht da nicht mehr nur ein guter Song, er muss auch gut arrangiert, produziert und aufgenommen sein.“ Konkurrenz kann sich also auch in der Musikszene belebend auswirken. Von der Vitalität der Salzburger Rock-Gemeinde zeugt aber auch die stilistische Bandbreite auf XtraOrdinary Vol. 13: Sie reicht vom ausgefeilten Songschreiber-Pop von The More or the Less über den Mundart-Blues der Pongauer Bluesbrauser bis zum energetischen Punk der Band Zufallstreffer. Das Quartett nahm bei der Präsentation des Samplers auch eine andere Belohnung in Empfang: den mit 3000 Euro dotierten Heimo-Erbse-Förderpreis. Mit dem Geld aus dem Nachlass des Komponisten Heimo Erbse will Preisstifter Markus Melms pro Jahr einer Formation eine Musikproduktion ermöglichen. Im Rockhouse wird unterdessen die nächste Siegerband gesucht: Für den 2011 erscheinenden XtraOrdinary-Sampler Nummer 14 hat Wolfgang Descho einen Zusatzbewerb eingeführt: Wer bis März einen Song einreicht, hat Chancen auf einen fixen Platz auf der nächsten CD und ein Coaching mit Profimusiker Klaus Kircher.Die Heimo-Erbse-Preisträger Zufallstreffer sind am 17. 1. im Vorprogramm der Briten Enter Shikari im Rockhouse zu hören.

Kultur / 12.01.2010 12.01.2010 / Print
 

 
 
 
Pongaumagazin - 5. Dezember 2008  

Beste Mundart-Band des Salzach-Deltas

...so steht es auf der Homepage der Bluesbrauser geschrieben. Vor zehn Jahren wurde die Band von drei Pongauern gegründet, in der jetzigen Konstellation spielen sie seit dem Jahr 2006.

„In Schwarzach hat sich rund um Christian Mühlthaler und Gerald Burgstaller Ende der 90er-Jahre eine Art Szene entwickelt, die miteinander musiziert hat“, erzählt Alexander Reicher. Gemeinsam mit Rupert Pirnbacher und Hans-Peter Freudenthaler gründete er dann eine eigene Band, deren Mitglieder später auch Christian Mühlthaler und Gerald Burgstaller wurden. Nach Zu- und Abgängen und einer Zeit zu sechst, hat die Band nun wieder abgespeckt und ist seit 2006 zu viert -Alexander Reicher, Manuel Schwarzkogler, Bernd Barkmann und Gerald Burgstaller - unterwegs.

Bluesbrauser

„Das Genre in dem sich die die Bluesbrauser und ihr Frontman Alexander „Xandi“ Reicher bewegen, ist ihr eigenes. Denn bei der Pongauer Band treffen in Mundart vorgetragener Wortwitz gespickt mit Selbstironie sowie versteckter Boshaftigkeit nicht nur auf rollenden, transparenten Blues bzw. auch auf lebendig-freche Volxmusik“, liest man über die Pongauer Band. Dass die Art der Bluesbrauser mit einem Augenzwinkern gesehen werden soll, kommt auch bei der Vorstellung der Bandmitglieder auf deren Homepage zum Vorschein. Wo bei vielen anderen Bands „schöne“ Beschreibungen zu finden sind, werden die Bandmitglieder kurz mit „singt, textet (und vergisst gelegentlich Getextes), komponiert, spielt Gitarre, spielt Trompete und Mundharmonika, spielt Klavier“ (Alexander Reicher), „singt, spielt Mundharmonika, spielt Trompete und Mundharmonika“ (Manuel Schwarzkogler), „singt, spielt Congas und Bongos, spielt Nasenflöte, spielt Luftballon, Akkuschrauber und Intubierschlauch, belebt den Waldgeist“ (Bernd Bark-man) bzw. „singt nicht (oder nur sehr selten), spielt Bass, spielt Gitarre, gestaltet diese Webseite, Live- und Studiotechnik“ (Gerald Burgstaller) beschrieben. Die Selbstironie bekommt man auch bei den Konzerten der Bluesbrauser zu spüren. „Wir waren zu Beginn eine Bluesband im typischen Sinne, nach und nach sind aber von mir selbstkomponierte Lieder dazugekommen und so unser mittlerweile eigenes Genre mit Mundarttexten in Verbindung mit Blues entstanden“, sagt Alexander Reicher.

Kleinkunst entwickelt

Durch die selbstkomponierten Mundartlieder von Alexander Reicher haben sich die Bluesbrauser in den letzten Jahren zur Kleinkunst entwickelt. „Im Gegensatz zu früher,wo wir vorwiegend in Beisln, Pubs oder auf Bikerfesten aufgetreten sind, spielen wir mittlerweile eher in Konzertsälen“, so der Front-man der Band. „Beim ersten Album waren wir noch zu sechst und dem Blues treuer, jetzt gibt es von uns mehr Musik zum hinhören und längere Nummern. Wir sind mehr Liedermacher geworden“, ergänzt er.

Proben

Im Laufe der Jahre hat sich nicht nur die Musik der Bluesbrauser verändert, sondern auch die Häufigkeit der Proben. „Gerald ist durch seine Arbeit in Wien, Berni wohnt in Eugendorf, ich bin in Golling, einzig Manuel ist noch im Pongau“, sagt Alexander Reicher. „Proben sind dadurch nicht mehr so leicht möglich und aus dem wöchentlichen Bandtreffen wurden mittlerweile monatliche.“

Video- und CD-Produktion

Dies hält die Bluesbrauser dennoch nicht ab, aktiv an weiteren Projekten zu arbeiten. „Wir haben bereits ein Video im Internet auf Youtube eingestellt. Auch das nächste Video ist bereits geplant. Das Konzept steht, allerdings kam es zu Verzögerungen und die geplante Fertigstellung in diesem Jahr muss verschoben werden und wird wohl zu Beginn des nächsten Jahres erfolgen.“ Die Dreharbeiten für das Video werden in Goldegg und Golling stattfinden. „Eventuell drehen wir gewisse Sequenzen auch in Schwarzach, das steht noch nicht ganz fest“, erzählt Alexander Reicher.

Wie die Videos, so werden auch die CD‘s der Bluesbrauser selbst aufgenommen. Unterstützung erhalten sie dabei von Wolfgang Spannberger, der für Hubert von Goisern tätig ist. „Er stellt uns die Mikrofone für die Aufnahmen zur Verfügung und hilft auch bei der Abmischung“, sagt Alexander Reicher. „Wenn man bei der CD-Produktion mit dabei ist, merkt man erst, wieviel Aufwand und Arbeit dahintersteckt“, ergänzt er zur Produktion. Das fertige Produkt -sprich die neue CD - ist über die Homepage erhältlich.

Protestsongcontest

Gerald Burgstaller war der Auslöser, dass die Bluesbrauser am 5. Protestsongcontest im Rabenhof in Wien teilnahmen. „Er gab den Hinweis, dass wir mit dem Lied ‚I fiarcht mi vor‘m Friseur‘ daran teilnehmen könnten, weil es sich dabei auch um einen Protestsong handelt“, blickt Alexander Reicher zurück. Aus 250 eingesendeten Liedern wurde von der Jury im Vorfeld zuerst auf zwanzig, dann auf zehn Lieder reduziert. Die zehn Besten hatten dann die Möglichkeit, im Wiener Rabenhof live zu performen. „Die Bluesbrauser aus dem Pongau rund um Sänger Alexander Reicher belegten am Ende Platz zwei und kamen mit ihrer Art Musikkabarett und großer Musikalität nicht nur beim Publikum gut an“, heißt es in einem Zeitungsbericht.

Live im Pongau

Bei den Blues & Folk-Tagen im Schloss Goldegg, welche als Benefizveranstaltung für die Lebenshilfe durchgeführt werden, hatten die Bluesbrauser im Jahr 1999 in der ursprünglichen Besetzung ihren ersten Auftritt. „Wir hatten damals gerade erst begonnen, danach aber alle zwei Jahre dort gespielt“, erzählt Alexander Reicher. Im Pongau stehen die vier übrigens des öfteren auf der Bühne. „Im Gegensatz zu früher sind wir jetzt nicht mehr ein Beiwerk, sondern geben Konzerte“, so der Frontman. Für alle Fans oder die, die es noch werden wollen gilt es jetzt schon den 20. Februar rot im Kalender zu markieren. Dann geben die Bluesbrauser in St. Johann ein Konzert. „Wer für eine Veranstaltung noch eine Band sucht, kann sich auch gerne bei uns melden.“

Dezember 2008 | PONGAUMAGAZIN

 
 
 
Salzburger Nachrichten - 15. Februar 2008

Protestsongcontest im Rabenhof

16. Februar 2008 | 10:04 |
Das Lied „Lehn dich auf“ von Rupert's Jazz Construction setzte sich im Wiener Rabenhof als kleinster gemeinsamer Nenner durch, die Bluesbrauser aus Salzburg belegten Platz zwei. Inhaltlich blieben manche Songs hinter den Erwartungen zurück.

Mit pointiertem Witz und hoher Musikalität schrammten die Bluesbrauser aus dem Pongau beim Protestsongcontest 2008 knapp am Sieg vorbei.

 

WIEN (SN, APA). Der Rabenhof zum Bersten gefüllt, die Stimmung aufgeheizt, die Jury zum Auspfeifen kritisch gestimmt: Eigentlich hätte am Dienstagabend alles für eine großartige Party zum fünften Protestsongcontest im Wiener Rabenhof gesprochen. Doch die eigentliche Würze - die Songs - blieben zum Teil hinter den Erwartungen zurück. Es war vieles recht lauwarm, was hier präsentiert wurde, selten richtig griffig und meistens wenig subtil. Das mitsingtaugliche Siegerlied sprach letztendlich für den kleinsten gemeinsamen Nenner: „Lehn dich auf“ von Rupert's Jazz Construction aus Wien.

Die zehn Finalisten, die sich im Rabenhof mit einem Song vorstellen durften, offenbarten zwar stilistisch eine große Bandbreite, doch inhaltlich konnten nur wenige Songs überzeugen. Nicht nur „Da Wessely“ von der oberösterreichischen Rap-Partie Hinterland polarisierte die sechsköpfige Jury rund um FM4-Oldie Martin Blumenau, Kolumnistin Doris Knecht und Singer-/Songwriter Hans Platzgummer. Musikalisch überzeugen konnten auch die rockigen Anstaltskinda („s’Kopftuch“), die stimmigen Bluesbrauser („I fiarcht mi vor'm Friseur“) und die einzige deutsche Band, Vokale Küche („Wir werfen Bomben“). Die Bluesbrauser aus dem Pongau rund um Sänger Alexander Reicher belegten am Ende Platz zwei und kamen mit ihrer Art Musikkabarett und großer Musikalität nicht nur beim Publikum gut an.

Ansonsten blieb die von Dirk Stermann (ausnahmsweise einmal ohne Christoph Grissemann) moderierte Veranstaltung zwar gut durchkomponiert, aber etwas unaufregend - da konnten auch flammende Verteidigungsplädoyers für furzende Kühe (WO'xang/„Die Sündenkuh“) und Bekenntnisse zum eigenen Glied (SELTSAMsupreme/„Eigenentscheid“) keine Abhilfe schaffen. Ob Ironie in modernen Prostestsongs erlaubt ist, darüber schieden sich am Ende die Geister. Und doch sei allen Teilnehmern auch ein Lob ausgesprochen, denn es ist alles andere als einfach, nur einen einzigen Song zum Besten geben zu dürfen.

Der Protestsongcontest wurde 2004 zum 70. Jahrestag der Februarunruhen des Jahres 1934 ins Leben gerufen. Bei den Einsendungen sind sowohl Eigenkompositionen als auch Coverversionen willkommen, der Text muss jedoch original vom Teilnehmer kommen. Auf einer neuen CD („Protestsongcontest 2004-2007“, Edition Rabenhof & Pate Records/edel musica) sind nicht nur die bisherigen Siegerlieder, sondern auch (so eine Ankündigung) „weitere elf wunderbare Protestjuwelen, die allesamt auch den Sieg verdient hätten“, zu hören. Ab 15. Februar ist die CD regulär im Handel.

© SN/SW


 
 
 
 
Salzburger Nachrichten - 14. Februar 2008 - Bericht von Maria Sterkl  
 

In der Arena des Widerstands

14. Februar 2008 | 00:39 | WIEN
Zum fünften Mal im Wiener Rabenhof: der Protestsong-
contest. Die Salzburger „Bluesbrauser“ machten gute Figur, siegten aber schließlich doch nicht.
MARIA STERKL
WIEN (SN). Petition! Diskussionsabend! Gedenkmarsch! – Die Marktschreier des linken Protests standen Dienstagabend vor dem Wiener Rabenhoftheater im Spalier, um ihre Begehren unters Volk zu bringen. Wer kam, um einfach nur unterhalten zu werden, war beim heurigen Protestsongcontest aber ohnehin falsch.
Erstmals in den fünf Jahren seines Bestehens schaffte es das Wiener Gegenstück zum Eurovision Song Contest, das zu sein, was es sein will: eine Arena des Widerstands gegen was auch immer. Klimawandel, die Angst vor dem Haarsalon, „Bush, da blede Hund“, die Sonntagsfaulheit oder das Vergessen – wie immer fand sich viel Buntes in der Protestspielkiste.
Dass vor dem glühenden Zorn der einmal Aufgewachten niemand sicher ist, mussten heuer aber auch die Juroren feststellen. Durften sie, allesamt prominente Vertreter der Musikszene und Musikkritik, sich bisher sicher wähnen, ausschließlich von der Wut des Publikums getroffen zu werden, um sich dafür später mit möglichst wenigen Wertungspunkten für die populärsten Darbietungen zu rächen, waren die Fronten heuer nicht mehr so klar: Bald flogen die Papierkugeln auf der Bühne, ein Jurymitglied verschwor sich mit dem anderen, um es im nächsten Moment zu bekämpfen, und das Erstaunlichste: Songtexte wurden diskutiert. Darf ein Protestsong professionell gespielt sein? Was hat Ironie im Protest verloren?
Keine leichte Kost, die da zum Feierabendbier gereicht wurde – Debatten, die schließlich so grundsätzlich wurden, dass Moderator Dirk Stermann als Vertreter des öffentlich-rechtlichen Radiosenders FM4 den Unterhaltungsauftrag einmahnen musste. Dass dann noch drei junge Rabauken die Vorbühne besetzten, um sich widerrechtlich Auftritt zu verschaffen, führte zum kurzzeitigen Notstand, den Stermann beendete, indem er die Störenfriede auf die Bühne holte, bis sie freiwillig gingen: Radikale, erfolgreich integriert.
Dass heuer die Fetzen flogen, lag wohl auch an der Qualität der Beiträge. Bis auf zwei, drei negative Ausreißer gab es durchaus Denkanstöße zu hören, die sich nicht dem größten gemeinsamen Nenner der Jurorengesinnungen anzubiedern versuchten. So waren gleich beim ersten Beitrag im Publikum die „Yeahs“ mindestens so laut wie die Buhs, als die oberösterreichischen „Anstaltskinda“ mit „s’ Kopftuch“ mitten ins Fleisch der Islamdebatte stachen.
Der Salzburger Combo „Bluesbrauser“ gelang Unvermutetes: Mundartgesang, der ohne Grunge-, Hip-Hop- oder Elektronikelemente auskommt, steht beim Contest sonst als sicherer Verlierer da. Die Pongauer schafften es mit ihrer locker-professionellen Darbietung einer stimmigen Komposition mit nicht ganz dämlichem Text heuer sogar fast auf den Siegerplatz.
Dieser ging dann aber doch an „Rupert’s Jazz Construction“ mit einer intelligenten Ode an die schizoide Jugend: „Ist hier noch Platz an deinem W-Lan-Hotspot, zum Vernetzen, per Mail geht’s so bequem“, fragt der Sänger, und die Stimme im Kopf gibt die Antwort: „Lehn dich auf, so wie wir damals!“ Das war Balsam auf den Seelen der nicht mehr ganz jungen Juroren, und es vereinte die Massen: „Wo ist Rupert?“ rief einer im Publikum.
Und ein anderer schrie: „Wir sind Rupert!“

© SN/SW


 
 
 
 
Der Standard - 13. Februar 2008 - Bericht von Anne Katrin Feßler
 

Gemütliche Gewitterfronten

Beim Protestsongcontest 2008 siegte mit "Lehn dich auf" die Ironie auf die alten Revoluzzer und ließ furzende Kühe dagegen abstinken

Wien - "Einer davon ist für die Jesus and the Mary Chain-Gedächtnisfrisur des Sängers" erklärte Martin Blumenau die Aufteilung seiner zwei Jurypunkte für Rupert's Jazz Construction, den späteren Sieger des fünften Protestsongcontests. Diese zwei Pünktchen sind insofern von Belang, weil der "FM4-Altmeister" (Pressetext!) in drei von vier Bewerben mit seiner Höchstpunktezahl stets den Gewinnertrend gesetzt hatte. Diesmal sollte es anders kommen...
Abgesehen davon war bei der gestrigen Protestsong-Kür (Platz 2 für Bluesbrauser, Platz 3 für Hinterland) im gesteckt vollen Rabenhof Theater aber Protest-Business as usual. Alles lief wie am Schnürchen, nur Dirk Stermanns angekündigter Moderatoren-Kollege Christoph Grissemann fehlte unentschuldigt. Und selbst der Protest zum Protest in Form einer "enternden" Kombo namens Musik-Lazarett brachte niemanden aus dem Konzept. Wir sind die Stimme jener, die in ihrer Tätigkeit für NGOs ihren Protest sogar zum Beruf gemacht haben, erklärte der Leuchtdioden-geschmückte Sänger der Formation, die außer Konkurrenz sang.

Fast ohne Konkurrenz war auch - zumindest punktemäßig - das Siegerlied mit seinem eingängigen Titel und Refrain "Lehn dich auf", das Jury-Mitglied Birgit Denk überzeugte: "Den Refrain kann ich jetzt die nächsten drei Monate". Begeisterungstechnisch war sie da auf einer Wellenlänge mit Jurorin Doris Knecht, die verriet, dass einer der Bandmitglieder sie vergangenen Samstag im Asialaden angesungen habe. Tapfer und unparteiisch habe sie sich aber dort die Ohren zugehalten. Gemeinsam mit Peter Paul Skrepek vergaben jene drei jeweils ihre Höchstpunktezahl und traten den Gegenbeweis zu "Scheiß auf Ironie, Ironie ist das Letzte" (Blumenau) an.

Jaja, der Ton zwischen den beiden Juryhälften - der "guten" und der "bösen", wer auch immer das nun war - war heuer ein rauer. "Der Neue führt sich ganz schon auf", wies Knecht den kritischen Neuzugang, Musiker Hans Platzgumer, in die Schranken. Der musste am "Terrorplanet" sitzen, wie Blumenau sich, Platzgumer und die Musikerin Clara Luzia vom "Spießerplanet" gegenüber abgrenzte. Auch diese Drei waren sich, was ihren Protestliedfavoriten anging, sehr einig: Drei Mal neun Punkte für den "Wessely", eine Hip-Hop-Fortsetzung des gleichnamigen Georg Danzer-Liedes gegen Dummheit von Rechts, die es mit dem "Ganslhaut"-Faktor auf Platz Drei schaffte.

Die Zweitplatzierten Bluesbrauser outeten sich als Salzburger Phobiker-Gruppe mit Angst vor Mikros oder gar sich selbst ("Auto-Phobie"), die mit "I fiacht mi vor'm Friseur" alle irgendwie erreichte und die meisten wussten gar nicht wieso eigentlich. Zeilen wie "i fiarcht mi vor dem Verruckten der de Ortstafeln verruckt", der eingestandenen Panik vor der vierten Starmania-Staffel oder dem Ex-Fionanzminister-Doppel hatten wohl einfach den breitesten Identifikationswert.

 

Außenseiter-Themen wie Klimawandel, den die Tiroler WOxang besungen hatten, konnen sich da einfach nicht durchsetzen, auch wenn sie in der Jury die witzigsten Diskussionen über beim Furzen austretende schädliche Methangase auslösten: "Sind rülpsende Kühe nicht das eigentliche Problem?" Aber Denk und Knecht hatten gut recherchiert und so wissen wir nun, dass die Kühe eben doch die bösen sind, weil nur bei den Wiederkäuern mit den vier Mägen so böse Luft entsteht.

Und da sind wir auch beim größten Problem des Protestsongcontest angekommen, dessen größter Reiz eben die heißen Luftschichten sind, die die Wortmeldungen der Juroren erzeugen und deren Reibung untereinander und mit den in Wellen aufbrausenden Empörungen des Publikums jedes Jahr für einige Gewitter sorgt. Und Gewitter, die ganz ohne Überraschungseffekt daherkommen, machen uns einfach nicht mehr fürchten. (Anne Katrin Feßler)


 
 
 
 
FM4 - 13. Februar 2008 - Bericht von Arthur Einöder
 
Bluesbrauser sind eine Entdeckung des Abends. Auch wenn es für den Sieg knapp nicht reicht, spielt sich die Salzburger Formation mit ihrer Standupcomedyeinlage in die Herzen der Fans. In einer nachgestellten Sitzung einer Selbsthilfegruppe kommt die Band zum Entschluss: "bessere Phobien braucht das Land!". Wer braucht schon Xeno- oder Homophobie, wenn womöglich auch die Keirophobie ihren Zweck erfüllt? Damit bezeichnen die Rockkabarettisten die Angst vor dem Frisör. Jury-Soap-Starlet Doris Knecht zitiert schließlich Engelke statt Engels, gibt zu bedenken, dass 'nett', die Schwester von 'scheiße' sei, und löst in den Missgunstcharts des Publikums damit Martin Blumenau vorübergehend ab.
Trend für 2009: Distinktionsgewinn beim Therapeuten - wie wärs mit Keirophobie?

 
 
 
 
wienweb.at - 13. Februar 2008
13.2.2008
© Bild Rabenhof/pertramer.at
Artikel aktualisiert 13.2.2008
Der schon traditionelle Protestsongcontest ist am Dienstag im Rabenhof über die Bühne gegangen. Den ersten Platz holte heuer die Wiener Combo "Rupert's Jazz Construction" mit "Lehn dich auf".

Protestsongcontest
Mit iPod-Bashing auf Platz eins

Der schon traditionelle Protestsongcontest ist am Dienstag im Rabenhof über die Bühne gegangen. Den ersten Platz holte heuer die Wiener Combo "Rupert's Jazz Construction" mit "Lehn dich auf".

Rund 400 Zuseher fanden sich im ausverkauften Rabenhof Theater ein. Dort wartete die Jury, die aus den üblichen Verdächtigen bestand, darunter FM4-Martin Blumenau, Kolumnistin Doris Knecht - aber auch Neuzugängen wie dem Musiker Hans Platzgumer. Die traditionelle Doppel-Moderation Grissemann/Stermann fiel wegen Fehlens des letzteren eher mager aus.

"Bluesbrausers" Ängste

Die Siegertruppe beschreibt ihr Stilmix selbst als"Elektro-Punk über Dubstep bis Break Core" - inhaltlich ging's vor allem um Wohlstandsverwahrlosung. Das hörte sich dann so an: "Warum ist dieser I-Pod nur so teuer,
des is nimma lustig, da sollt ma rebelliern."

Die Salzburger "Bluesbrauser" warteten mit einer Hommage an die eigenen Phobien auf - "I fiacht mi vor´m Frisör" landete auf Platz zwei. Etwas Hip Hop gaben dann noch "Hinterland" zum Besten. "Da Wessely" holte Bronze im Rabenhof. (rom)

 
 
 
 
Salzburger Nachrichten - 11. Februar 2008 - Bericht von Bernhard Flieher  
 

Die Angst vor dem Friseur

11. Februar 2008 | 00:35 | Salzburg, WIEN
Die Pongauer Band Bluesbrauser fürchtet sich vor den Teletubbies, Karl- Heinz Grasser und dem Friseur und schaffte es zum Protestsongcontest.
BERNHARD FLIEHER
Salzburg, WIEN (SN). „Geht’s da Wirtschaft guat, geht’s allen guat/i fiarcht, dass des ned stimb/Und dass nach der dritt’n Staffel von Starmania no a vierte kimb.“ Die Bluesbrauser fürchten sich. Und wo vieles so falsch läuft, dass man es mit der Angst zu tun bekommt, ist der Boden fruchtbar für den Protest.

Und wenn dieser Protest dann auch noch mit Witz und Augenzwinkern vorgetragen wird, stehen die Chancen gut beim Protestsongcontest.

Am kommenden Dienstag treten die vier Pongauer Alexander Reicher, Bernd Barkmann, Manuel Schwarzkogler und Gerald Burgstaller, die sich als Band Bluesbrauser nennen, im Theater im Rabenhof in Wien auf. Dort steigt das Finale des Protestsongcontests. Diese vom Radiosender FM4 maßgeblich mitorganisierte Veranstaltung gilt als Antwort auf den peinlichen Eurovisions-Songcontest. Ins Finale geschafft haben es die Bluesbrauser mit dem Song „I fiarcht mi vorm Friseur“. Bei der Finalistenauswahl waren die Bluesbrauser gar nicht dabei. „Keiner von uns hatte Zeit“, sagt Gitarrist und Bassist Gerald Burgstaller. Am kommenden Dienstag müssen sie Zeit haben: Alle zehn Finalisten müssen live spielen.

Gemeinsam musiziert wird von den Bluesbrausern schon seit rund 15 Jahren. Vor etwa drei Jahren wurde die Besetzung dann reduziert. Seither wird vor allem akustisch gespielt. „Es geht immer öfter in die Richtung Musikkabarett“, sagt Burgstaller.

„I fiarcht mi vorm Fiseur“ ist Vorbote auf das zweite Album der Pongauer. Es wird in den nächsten Wochen erscheinen. Infos: www.bluesbrauser.com. Video zu „I fiarcht mi vor’m Frisör“ auf www.you tube.com. FM4 überträgt das Protestsongcontest-Finale am Dienstag live.

© SN/SW


 
 
 
Salzburger Fenster - 4. Februar 2008  
 

Pongauer Bluesbrauser erobern Wien

Beim Protestsongcontest 2008 hat es die Pongauer Band Bluesbrauser mit ihrem Lied „I fiacht mi vor’m Friseur“ aus 240 Einsendungen unter die besten Zehn geschafft. Ob die Pongauer Dialekt-Combo den von FM4 initiierten Songcontest gewinnt, wird sich am 12. Februar in Wien zeigen. Dann werden nämlich die besten 10 Songs im Rahmen des „Protestsongcontest“-Finales im Rabenhof Theater aufgeführt und von FM4 (20 Uhr) live übertragen. „I fiacht mi vor’m Friseur“ wird auch der Titel der neuen CD der Band sein. Geplanters Veröffentlichungsdatum ist Ende Februar.

 
 
 
 
Salzburger Nachrichten (online) - 5. Februar 2008
 

Protestsongcontest mit Furz-Kühen und Kopftuch-Omas

5. Februar 2008 | 12:13 |
Kopftuch statt Schleier, das Frauenbild der Männer, soziale Ungerechtigkeit und Erderwärmung sind einige jener Themen, die am 12. Februar beim Finale des Protestsongcontests 2008 im Wiener Rabenhof Theater besungen werden. Die von Stermann und Grissemann moderierte Veranstaltung wird von FM4 live übertragen.


Auch die Pongauer Band Bluesbrauser ist mit ihrem Song "I fiarcht mi vor'm Friseur" beim Finale des Protestsongcontests 2008 mit dabei.

WIEN (SN, APA). Kopftuch statt Schleier („Mei' Oma tragt ihr Kopftuch den ganzen Tag“), das Frauenbild der Männer („Weiblich ist, wer auf Männer steht / weiblich ist, wer früh schlafen geht“), soziale Ungerechtigkeit („Die Armen kriegen immer weniger, die Reichen immer mehr“) und Erderwärmung („Treibhausgase sind der Clou / Wieviel Schuld trifft daran die Kuh? Lass die Kühe furzen...“) sind einige jener Themen, die am 12. Februar beim Finale des Protestsongcontests 2008 im Wiener Rabenhof Theater besungen werden. Die von Stermann und Grissemann moderierte Veranstaltung wird von FM4 live übertragen.

Zehn Songs wurden vor 400 Fans im Haus der Begegnung Rudolfsheim von einer Fachjury (maronif, Mieze Medusa, Georg Freizeit, Manuel Normal und Rainer Binder-Krieglstein) für das Finale ausgewählt. Bis auf die deutsche Gruppe „Vokale Küche“, die ankündigt: „Wir werfen Bomben“, kommen alle Endrunden-Teilnehmer aus Österreich. Die musikalische Bandbreite reicht dabei von Blues-Balladen (Bluesbrauser bekennen „I fiarcht mi vor'm Friseur“), Hip-Hop (Hinterland: „Da Wessely“) und Swing (Rupert's Jazz Construction fordert: „Lehn Dich Auf“) bis zu Flausche-Pop (asdf: „Gegenbewegung“) und Power-Rock (Anstaltskinda über „s'Kopftuch“). Bounty Chiller & Skarlatan singen über „Wos I mog“, Pop:sch (con gas) nehmen den „Body workout“ aufs Korn („Bodyworkout every day / makes men happy, oh hurray!“), SELTSAMsupreme besingen den „Eigenentschied“ und WO'xang „Die Sündenkuh“.

In der sechsköpfigen Finaljury sitzen unter anderem FM4-Radiomacher Martin Blumenau, Ex-Kulturgewerkschaftsvorsitzender Peter Paul Skrepek und Journalistin Doris Knecht.

Der Protestsongcontest wurde 2004 zum 70. Jahrestag der Februarunruhen des Jahres 1934 ins Leben gerufen. Bei den Einsendungen sind sowohl Eigenkompositionen als auch Coverversionen willkommen, der Text muss jedoch original vom Teilnehmer kommen. Erster Gewinner des Contests waren Georg Freizeit und die Rosaroten, 2005 gewann der deutsche Musiker Rainer von Vielen. Protestsongcontest-Sieger 2006 wurde der Südtiroler Jörg Zemmler mit dem Lied „Wir sind die Kleinen“, im Vorjahr gewann Hip-Hopperin Mieze Medusa und tenderboy feat. Violetta Parisini mit „Nicht meine Revolution“.

Auf einer neuen CD („Protestsongcontest 2004-2007“, Edition Rabenhof & Pate Records/edel musica) sind nicht nur die bisherigen Siegerlieder, sondern auch (so eine Ankündigung) „weitere elf wunderbare Protestjuwelen, die allesamt auch den Sieg verdient hätten“, zu hören. Vorerst ist die CD „zum Protestpreis von 10 Euro“ bei FM4 und im Rabenhof Theater erhältlich, am 15. Februar kommt sie regulär in den Handel.


 
 
 
 
Salzburger Nachrichten - FRITZ-Konzertbericht - Jänner 2007 - Bericht von Robert Innerhofer
 

Salzachdeltablues

Die komödiantische Pongauer Band Bluesbrauser gastierte am 28.12. im Cinetheatro in Neukirchen am Großvenediger. Lachen als subversive Kraft. Das Genre in dem sich die Blusebrauser und ihr Frontman Alexander "Xandi" Reicher bewegen, ist ihr eigenes. Denn bei der Pongauer Band treffen in Mundart vorgetragener Wortwitz gespickt mit Selbstironie sowie versteckter Boshaftigkeit auf rollenden, transparenten Blues. Als Sextett gestartet, ist die Band seit etwa einem Jahr nun zu viert unterwegs. Dies hatte zur Folge, dass musikalisch quasi eine Entschlackungskur vorgenommen wurde und heute großteils akustisch musiziert wird. Das Cinetheatro in Neukirchen im Oberpinzgau wird von Charly Rabanser geleitet und neben eigenen Theaterproduktionen unter anderem auch als Ort für Vorpremieren von namhaften österreichischen Kabarettisten genutzt. Eine perfekte Spielstation für die Bluesbrauser also. Denn hat es zwar auch seinen Reiz in verrauchten, schnapsvernebelten Bars den Bluesman zu geben, so bietet das Ambiente eines kleinen, adretten Kinosaals samt aufmerksamer Hörerschaft doch die dankbarere Alternative. Dementsprechend wurde auch zu Werke geschritten ohne dabei ein Auge trocken zu lassen. Alex Reicher erzählt uns in seinen Liedern Geschichten, die oft in seiner Jugend verhaftet sind. Von der heimlichen Liebe zur Mama eines guten Freundes im Lied "Annelies" beispielsweise. Oder auch der Traum irgendwann ein großer Kicker zu sein, wird augenzwinkernd thematisiert. Dies geschieht freilich immer mit einer fetten Portion Selbstironie und das Tragisch-Komische ist bestimmendes Element. Auch eine gewisse subversive Kraft ist dabei durchaus zu erkennen. Nur scheinbar blauäugig und unerfahren, in Wirklichkeit aber höchst schlitzohrig, werden köstliche Obszönitäten aufs geneigte Publikum losgelassen. Und das führt neben schallendem Gelächter und blitzenden Augen wohl auch gelegentlich zu Unverständnis und Skepsis. Der Song "Piercing" beispielsweise besteht nur aus den Zeilen: "Piercing! Tut weh!" sowie "Wer piercen wü muass biassn" und natürlich "Au!". Zum Brüllen. Doch auch ein paar etwas ernstere Zwischentöne dürfen wie zum Beispiel im Lied "I wü weg" nicht fehlen. Meist aber wird dem Moralisierenden mit unfassbar komischen Reimen sofort wieder ein Riegel vorgeschoben. Beziehungsthemen in allen Variationen kommen ebenfalls nicht zu kurz. Bei "Erika" erfährt man die Geschichte einer Henne, die aus der Legebatterie befreit wird und deren großes Ziel es anschließend ist bei einer Flugshow erfolgreich teilzunehmen. Raten sie mal wie das ausgeht. Und "Kasleberkas" ist eine musikalische Verneigung vor einer kulinarischen Schweinerei. Aber auch die Coverversionen haben's in sich. So erzählt uns "Xandi" Reicher zwischen zwei Songs einmal vom vergangenen Mozartjahr und leitet dann über, dass das heurige wieder im Zeichen eines "großen Musikers" steht, und zwar von Dieter Bohlen. Der Modern Talking-Hit "You're My Heart, You're My Soul" wird dann als feurig-schmieriger Popsong mit osteuropäischem Folklore-Touch entzündet. Das kabarettistische Potential von Alexander Reicher steht also im Zentrum der Darbietungen. Doch auch die Band an seiner Seite liefert ganze Arbeit, um die Wirkung seiner Texte und Performance richtig geltend zu machen: Gerald Burgstaller rockt gelassen und präzise an den Saiteninstrumenten, Manuel Schwarzkogler zelebriert seine Mundharmonika-Soli, die ihresgleichen suchen und Bernd Barkmann klopft gut gelaunt den Percussion-Beat. Doch damit nicht genug. Auch Intubierschlauch und Nasen-Flöte sowie Bohrmaschine und Luftballon gehören zu seinen instrumentalen Ausdrucksmitteln. Nach über 2 Stunden Programm, inklusive der Zugabe "Iss a Kebab" (mit der Melodie vom Calypso-Klassiker "Banana Boat Song"), hatten es die Bluesbrauser an jenem Dezemberabend wohl nicht allen recht, vielen aber vor Lachen leichter gemacht. Auch in den nächsten Monaten sind sie zum Beispiel am 17. März beim Snowjazz in Gastein unterwegs, um ihre witzige Blues- und Folkmusik unterm Volk zu verteilen. Aber Vorsicht: Nicht lachen - tut weh!

# Robert Innerhofer
INTERNET:
www.bluesbrauser.com Offizielle Bandhomepage
www.cinetheatro.com Cinetheatro Neukirchen

 

 


   
 
     
Impressum: Gerald Burgstaller - Salzburgerstrasse 1 - 5620 Schwarzach - email: j.burgstaller@sbg.at