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Bluesbrauser - Die Texte |
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| Es kennts mi |
I bin a „Friend of Merkur“ und vom Interspar,
i bin im Vorteilsclub beim Bipa und beim Billa a.
Do kriag i dånn Prozente, Geburtstagskårtn, billig´s G´schirr,
dafiar wiss´n de G´schäftln so einiges vo mir:
Ob i Gemüse måg, Extrawurscht, Fleisch oder Fisch,
mit wås i ma de Zähnd putz, mit wås i mein Årsch auswisch.
Se wissn wo i mi aufhålt, wiavü dass i verdien,
analysiern den Datenwuz´l und glab´m zum wissen wer i bin.
Wisst´s wås:
Es kennt´s mi, ålle miteinånd
Es kennt´s mi ålle nid.
Nid ålle håb´m des zum Beruf, dass stirln in meine Såch´n,
dågib´s a no de ånder´n de dås zu earn Hobby måch´n.
Då braucht´s nid vü – a poa Info´s, a poa Brock´n nur
und scho håb´ms a G´schichtl: „Geh her auf, geh stell da vur!“
Wenn dånn de neien G´schichtln irgendwånn ausg´lutscht sand,
tun´s wås dazua, verzöhn´s fest weiter, bis des selber glaub´n.
Und wenn´s wås hör´n wås nid dazuapasst bauns des um dann håt´s an Sinn.
Mit dem Pseudowiss´n glaub´ms zum wissen wer i bin!
Wisst´s wås:
Es kennt´s mi, ålle miteinånd
Es kennt´s, mi ålle nid.
Nehmt´s eich de Zeit und red´s mit mir,
glaub´s nid åll´s wås so hört´s,
dånn kuntert´s passier´n,
dass mi kennenlernen werd´s
und dånn?
Dånn kennt´s mi, ålle miteinånd... |
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Annelies
Mir sand beim Woina g´huckt, im Gårt´n unter´m Schirm
Mit oana dreckigen Hos´n und oana roten Birn,
10 ånd´re wårnd no då, da Woina hat Geburtstag g´håb´,
i håb earm a Lego g´schenkt und an Zauberstab.
Sei Muttl wår im Umstandsg´wånd, sie wår g´råd wieder schwånger,
sie håt mir beim ludln g´holfn, alloa is no nid gånger,
im G´sicht wår i dånn gånz rot!
Sie wår de erste Frau seit meiner Mama, de mi nackert g´seng håt
Annelies, Annelies…
Dann hätt i oamoi g´läut, i hätt wen braucht zum Radlfåhrn,
Annelies, du håst ausserg´schaut und g´såg: „tuat ma load, es is neamb dahaom!"
De Ǻrt wia du das g´såg´ håst måcht mi bis heut no gånz schwåch.
Annelies, du bist zwår scho über 40, åber dir kimb koa Junge nåch.
Annelies, Annelies…
I håb a Problem mit meine Drüsen, des gib i offen zua,
i schwitz wia a Blöder, gånz egal wås immer i tua,
doch dir is dås nid z´grausig, na, dås måcht di sogar å´,
wei´ wånn i beim Woina huck und süchtlt kimbst einer und sågst.
(schnüffl, schnüffl) „is da Alex då?“
Jå, i glaub scho, es riecht zumindest so!
Annelies, Annelies
Annelies, du bist der grösste Treffer
Annelies, du bist schärfer wie Pfeffer
Annelies, i tat di auf Händen trag´n,
Annelies, deine Buam dürfen Papa zu mir sag´n.
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Jå, so kånn´s da geh
Draust´ is das schönste Wetter, aber i sitz da herin´,
versuch seit Stunden scho´ zum lernen, åber dås håt koan Sinn,
in 2 Tag is de Prüfung und es geht scho seit 3 Wochen so dahi´.
Da läut das Telefon: „ servus Xandi, i bin´s Flo."
I lern seit Wochen wie a Blöder und kimm g´råd drauf, dass i nix kånn,
1 Wort ergib´ das ånd´re, und wir sudern stundenlång dahi´,
nåch 1 Stund´ kemma endlich d´rauf, dass das sudern nix bring´,
woaßt wås: wir hör´n auf zum lernen und geh´nernd in de Stadt auf an Drink.
Nåch´n 2. Bier håb i dann a ganz guat´s Gfüh´,
mir håb´ms endlich g´schåfft: wir reden neama über d´Schul´,
a super Stimmung is im JAZZIT und wir håb´m an guat´n Platz,
mir hab´m a Gaudi ohne Denken und bleib´n bis zur Sperrstund sitzen,
dann geh´ ma no´ in´s ROCKHOUSE und tånzen bis ma schwitzen,
gånz am Schluß verschlåg’s uns no´ in die SCHWARZE KATZ´,
In da Friah no´ völlig miad, am liabsten war i liegen blieb´n, åber endlich wår i locker,
håb no wås dalernt, und auf de Prüfung håb´n da Flo und i an 1er g´schrieb´n!
Jå, so kånn´s da geh, zerscht is beschissen, und dånn wieder scheh,
hör auf zum sudern, hör auf zum plärr´n, vom jammern kånn dås a nid besser werd´n,
sei nid so hårt zu dir selber, måch da nid so vü Druck,
wånn´s neama vorwärts geht, dånn geh hålt 2 Schritt z´ruck,
es hat koan Sinn, dass´d ständig den Sinn des Lebens hinterfrågst, schau einfach, dass die selber wieder mågst.
Sie schaut guat aus, is furchtbar g´scheit, håt Stil und kånn fantastisch kochen,
kånn guat red´n und a guat zuhör´n, mit ihr kånn i rearn und låch´n,
sie is a Frau mit der i gern ålt werd´n tat.
I hab voll viel vo´ ihr g´lernt, i håb viel kriag und a viel geb´m,
de Zeit mit ihr wår mit Abstand de schönste in mein Leb´m,
bis zu dem Tåg wo sie g’såg hat, dass vorbei is mit uns.
Das war wia a G´rade ins G´sicht, kurz davor hab´n ma no´ über Kinder g´red
und hiaz auf einmal erklärt´s ma, dass mit uns neama weiter geht!
I håb an Håss auf mi, håb des G´füh, då wåchst a Tumor in mein Bauch,
immer wieder erklärt´s ma, dass i ma koa Hoffnung mehr måch´n brauch,
es tuat voi weh, åber i glaub, so kimm i leichter vo´ ihr weg.
Hiaz håb i mehr Zeit für Leut, de i öfter treffen wollt,
de sag´n ma ålle, warum i mi selba gern hab´m sollt´,
und scheh långsåm, scheh långsåm glaub i wieder drå´.
A wånn i voll oft an sie denken muass, und sie ma furchtbar fehlt,
es gib´ so vü guate Leut´ und Sachn die ma sag´n, dass scheh is auf da Welt!
Drum sing i: Jå, so kånn´s da geh, …..
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I fiacht mi vor'm Friseur
I kriag a Ganslhaut wånn i hör: Friara is åll´s besser g´wesn, i håb Ǻngst vor Gutmenschen und no´ mehr vor de Bös´n,
I fiarcht mi vor´m Tsunami und vor´m Supergau, i hab Ǻngst vor´m Karl Heinz Grasser und vor seiner Frau.
De Ǻrmen kriag´n immer weniger, de Reichen immer mehr, i fiarcht dass i, wånn´s so weitergeht båld zu de Ǻrmen g´hör,
Geht´s da Wirtschaft gut, geht´s allen gut, i fiarcht, dass des nid stimb, und, dass nåch der 3. Staffel vo Starmania no´ a 4. kimb.
Vor dem fiarcht i mi, aber no´ vü mehr, fiarcht i mi vor´m Friseur!
I håb Ǻngst vor wilde Kåtzen und vor wilde Hund´, da Papst der soid unfehlbar sei´, i fiarcht, dass des nid stimma kunnt,
i fiarcht de, de nach oben buckeln und nåch unten treten, unter der Woch´ sands wia da Teuf´l und am Sonntag gengerns beten.
I håb Ǻngst vor´m Terror, aber i find´s voll verkehrt, wånn ma si gegen Terror mit Gegenterror wehrt,
und wenn im Namen Gottes Kriege g´führt werd´n – wia kånn a Krieg denn heilig sei´ - kånn mir des wer erklär´n?
I kenn vü Leut de was drauf håb´n und wåhrscheinlich nix erreichen, so Typen wie da Westenthaler kriag´n des goldene Ehrenzeichen,
i kriag Angst wenn i ma å´schau wer im Nationalrat aller huckt, i fiarcht mi vor dem Verruckten der de Ortstafeln verruckt.
I fiarcht Antisemiten, aber a radikale Rabbi´s, i hab Ǻngst vor da Vera Rußwurm und vor de Teletubbies.
I fiarcht de, de öffentlich Spenden, dafia zahln´s dann koane Steuern, i hab Ǻngst ver denen de Weihnachten auf Gut Aiderbichl feiern.
Vor dem fiarcht i mi, aber no´ vü mehr, fiarcht i mi vor´m Friseur!
I fiarcht de Opportunisten, de immer nur ihr Kreuz verbiagn, und dånn des schlechte G´wissen mit Zynismus kompensier´n,
wennst was ånders machst wie ålle, sågn´s da, dass´d a Träumer bist und, wenns´d dånn Erfolg håst, sågn´s: „i håb´s immer g´wisst!"
I fiarcht de, de glab´m se war´n super und går nid super sand, de auf´s System nur schimpfen, åber nix dagegen dand,
de sag´n de Welt is schlecht, alloa kämpfen håt koan Sinn und i fiarcht, dass i selber genau so ein Würschtl bin!
Vor dem fiarcht i mi, åber no´ vü mehr, fiarcht i mi vor´m Friseur!
Er fiarcht si vor´m Friseur Des lieg nid an der Friseurin, des woass i gånz genau
Vor´m Friseur
De versteht mi jå, des is a super Frau
Vor´m Friseur
I geh hiaz zum Psychiater und måch a Therapie, des wås i hab, des is a Krånkheit, de hoasst: Keirophobie
da zähl i ihm alle ander´n Ängste auf und da muss er lach´n: „i glaub då würd´n nur Drogen helfen.
Therapeutisch kann ma då nix måch´n."
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Wenn sie låcht
Wenn sie låcht, wenn sie låcht, wenn sie låcht,
wenn sie låcht, wenn sie låcht, wenn sie låcht,
die gånze Welt låcht mit!
Wenn sie reart, wenn sie reart, wenn sie reart,
wenn sie reart, wenn sie reart, wenn sie reart,
die gånze Welt reart mit!
Wenn sie sing´, wenn sie sing´, wenn sie sing´,
wenn sie sing´, wenn sie sing´, wenn sie sing´,
die gånze Welt sing´ mit!
Wenn sie låcht, wenn sie låcht, wenn sie låcht,
wenn sie låcht, wenn sie låcht, wenn sie låcht,
die gånze Welt
låcht mit! |
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Piercing
Piercing, Piercing, Piercing
tuat weh
Au
Au, Au, Au, Au, Au, Au, Au, Au
Wer piercen will muass biass´n.
Au(s) |
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Irgendwånn bin i a guada Kicker
Im Juni 1978, a ½ Jåhr hat´s mi då erscht geb´m, då håb i wås im Fernsehn g´sehn vo dem heut no viel Leut red´n.
Da Edi Finger senior håt: I wer´ narrisch plärrt und i håb in mein Gitterbett de 1. Freudentränen greart.
7 Jahr håb i no´ g´wårt, dånn endlich wår´s so weit, då wår des 1.Training vom TSU St.Veit.
Da Trainer håt dånn g´moant, dass ma beim Fußballspiel´n auf 2 Såch´n verzichten muass: auf Goldketterl und Brill´n.
Da Start wår a Desaster, is doch eh gånz klår, i håb den Ball nid g´seng, geschweige denn dås Tor,
„Gehst nid lieber zur Feuerwehr?" håt da Trainer mi dånn g´fråg, de ånder´n håb´m si´ z´kugelt, då håb i ihna g´såg:
Irgendwånn bin i a guada Kicker,
irgendwånn wird euch das Låchen scho´ vergeh´,
wånn´s vo´ mir Poster gib´, Trikots und Såmmelsticker,
i meine Koffer påck und zum AC Milan geh.
Des erste Match wår gegen Schwårzach 1985 am 5. Mai, da Trainer stellt die Månnschaft auf, nur, i wår nid dabei.
Bei de naxt´n Spiele is a nid ånders g´wen, aber so vü Einsatz auf da Bånk håt ma vorher no nia g´sehn,
6 Jahr später bei da U 14, i war immer no dabei, a Stürmer håt sie weh ´tan, da Trainer setzt mi ei´.
De letzten Minuten laufn und wir hab´m g´rad a Ecke, wei´ i jå den Ball nid siag muass i mi guat verstecken
Da Ball kimb genau auf mi zua und trifft mi auf da Nas´n, da Goalie kånn nid reagier´n, der brunzt si´ vor Låch´n fåst in d´Hos´n,
Ǻll´s håt über mi g´låcht, åber wir håb´m 1:0 g´wunga, mit mein bluatig´n G´sicht håb i dånn in da Kabine g´sunga:
Irgendwånn bin i….
Obwohl i hiaz a Linsen håb und endlich eppers siag, schickt mi jeder Trainer weg – i håb no nie a Leiberl kriag,
wei´ der einzige der an mi´ glaubt nur i selber bin, sag´n ma meine Freund scho all´: „Hör auf, das håt koan Sinn!"
Es Trotteln hab´s koa Ahnung und, auf das könnt´s baun:
So blöd wia i hiaz dåsteh, so deppert werd´s dånn schaun!
Irgendwånn bin i…
..dånn rennt bei mir die Kugel, i schiass Tore mitn Knia und sogår mitn Bugl
da Robert Seeger rinnt fåst aus wånn er mi siag, brilliante Päss´, speziell die Weiten,
mei´ Foto auf ålle Titelseiten und se schreib´m: „Es gibt koan besser´n Zupfer als wie ihn!"
Irgendwånn wånn i a guader Kicker bin. |
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Erika
Mir geht´s gånz guat, zum sudern håb i kaum an Grund, desweg´n håb i ma denkt, dass i wås guat´s måch´n kunnt.
I hab her und hi´ überleg, bis i dånn draufkemma bin: i werd a Henn aus da Batterie befrein, des is g´miatlich und hat an Sinn!
Letztens håb i mit an Freind über mein Vorsatz g´redt, der verzoht ma: gånz in der Nahe gib´s so a Hühner-KZ
mitn Radl bin i då hi g´roast, wia´s draust scho finster wår, bin locker eig´stiegn und koaner håt´s g´schnallt,
koa Wunder: bei dem Hühnerg´schroa!
Då war a G´stånk und a Wirbel, i hab´s fåst nid glab´m kenna, i steh auf an Gatter aus Blech und unter mir: 1000 Hühner.
Dånn håb´n si´ uns´re Blicke zum ersten mal ´troff´n, meiner, und der von der Erika,
i hab des Gatter aufdabråcht, åber nid åbig´lang, und desweg´n g´schrian, dass des beste war:
Erika, fliag, Erika fliag, Fliag, als tat´s koa gestern und koa morg´n mehr geb´m, Fliag: es geht um dei Leb´m
I håb nid g´moant dass a Henn so guat fliagn ko, i håb nur mehr so g´schaut,
mir sand hoam zu mir und am nextn Tag håb i a Hühnerhaus baut.
Am Anfang war die Erika no´ ziemlich schräg, dås Gånze wår ihr wåhrscheinlich no z´vu,
aber nåch 2 Woch´n is´ scho umanånderg´rennt, nach 1 Monat wollt´s scho, dass i mit ihr spiel´
De Winter bei uns, de sand ziemlich kålt, und a Heizung im Hühnerhaus, de hätt i nie derzåhlt, i håb scho ´s Messer zum åbstechn g´schliffn, und hör zufallig im Ö3: „Redbull-Hühnerflugshow mit großem Geldpreis“, Erika, da samma dabei, und dann
Fliag, Erika fliag....
Nach de 1. Trainingsstunden is sie scho g´flogn wia a Schwålbm, 1 Woch vor´m Bewerb wårn ma no auf Trainingslager auf da Ǻlm, dånn endlich wår´s so weit: mir sand nach Kärnten g´fåhrn, in dås Kaff wo die Hühnerflugshow wår, da war dann glei´ de Startplatzauslosung: mir håbms ganz gut erwischt mit Startnummer 2.
De Erika war an dem Tag nid so in Topform wia sunst, ins Becherl von da Dopingkontrolle hätt´s fast nid einidabrunst,
I wollt unbedingt, dass sie de Gaudi g´winnt, drum hab i´s saufn lassn vom Energydrink
Hab ihr de Lefzen so massiert wia sie´s gern mag, kurz vor´m Start hab i ihr no g´sog, oh, Erika fliag, Erika fl…..
Nie wieder werd i des glabm wås im Fersehn so zoagn. „Red Bull verleiht Flügel“ – so ein Schmårrn!
De erst´n Meter in da Luft wårnd zwår problemlos, so wia´s im Training immer wår,
åba donn auf oamoi håt ´s herg´reckt, und sie is åbibåtscht wia a Stoa!
Reanimier´n kenna håb´m ma´s leider nid, an Trostpreis hat´s a no gebm: a ½ Hendl mit Pommes Frittes.
Irgendwånn is a bei mir so weit, und dann kimm i, fliag du derweil voraus: fliag in Hühnerhimmel!!
Fliag, Erika fliag, Fliag in Hühnerhimmel! Sso weit, dass i di neama siag! |
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Nudelzua
Da Riader schlågt a Fassl å´, auf der Terrass´n hinter´m Haus,
seine Eltern sand nid då, dås schaut verdammt nåch Party aus.
Nåch an Zeitl sand scho a poa då und es werd´n a immer mehr,
sogar Leit de i no nia g´seng håb, kemman då daher.
Vo´ irgendwem håt jeder g´hört, dass heut beim Riader bechert werd.
Da Hari is scho so dicht, dass er im Schuachkastl schlåft,
da Schweggo speib´ in d´Kuchi, auf´s Scheisshaus håt er´s neama g´schåfft.
Da Flacko schreib´ sein Vornam mit Natursekt auf die Wånd,
´n Gruaber håt´s g´råd z´riss´n, er bliat´ im G´sicht und auf der Hånd,
so bleich wia da Hardy is, das is neama scheh,
heut gib´ jeder Vollgas, heut lasst si jeder geh.
Nudlzua
I ko neama red´n, i ko neama g´rad steh,
Nudlzua
de schiachsten Weiber sand auf oamoi scheh,
Nudlzua
Da Postmeister Ruap is z´fried´n, wei´ de Kassa stimb´,
heut wird wieder g´soffn bis die Rettung kimb.
Zsåmm, zsåmm, zsåmm, …. Prost.
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I muas in d'Schui
Wåch auf in da Friah mit an morts drum Fett´n,
i brauch mei erste Kopfwehtablett´n.
I muass in d´Schui.
Auf´n Weg zum Zug då håt´s mi z´riss´n,
aber bei mein Reim håt da a Hund hig´schissn.
I muass in d´Schui
Kimm i å´ in Saalfelden, då geht´s weiter mit mein G´scher:
Erste Stund a Test und der Sch… Bus kimb nid daher.
I muass in d´Schui
I håb in der Schui koa gross´ Talent,
i håb koa Freundin, i hab koane Freund´.
I hab nur d´Schui. |
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Psycho
I geh hiaz amoi zum Billa, i hab koan Pudding mehr dahoam.
I muass schnell geh, wei´ draust is kålt und beim Billa drin is wårm.
Drinnen sand vü Leit, i lach´s ån und se låch´n z´ruck.
I geh zruck zu der Wurst, såg zum Wurstmann „Hawideri!“ mit an Händedruck.
Wie i vieri geh zu der Kassa, hör i hinter mir Såchen åbifall´n.
I drah mi um, hilf da ålt´n Frau hinter mir, heb dås Graffel auf, möcht´ vieri geh zåhl´n.
Wås i då siag måcht mi gånz narrisch, måcht mi gånz wiarflig und gånz irr:
Auf oamoi steht de ålte Trutschn in der Wårteschlang vor mir.
I reiss z´ruck bei ihre Zodn, dass ihr de Aug´n total verdraht,
de Frau wird hiaz spaziereng´fotzt, der gånze Supermarkt is stad.
Ihre Zähnd fliagn auf de Kassa, ihre Haar fliagn in mein Wag´n
und jeder der mi å´greift wird hålbert deppert g´schlåg´n.
I bin a gånz a liaber Bua, nur, wånn i durchdreh dånn is aus.
Wånn i amoi an Zrittn håb, geh liaber går nid aus´n Haus.
Då brechen Knochen, da spritz´n Gedärme, da spritzt Hirnsuppn und Bluat,
wånn i mi dånn beruhigt håb, wird alles wieder guat.
Wie i dahoam bin, mi g´råd wåsch und umziag,
da schiasst´s ma, mir fållt ei: „ Mei Mama håt Geburtstag heut,
über an Ǻnruf tat sie sie sicher g´freun."
Da fållt ma auf, dass mei Handy im Ǻrsch is und wei´ i z´blöd bin zum reparier´n
muass i de paar Meter zur Telefonzelln umispazier´n.
10 Minuten steh i hiaz scho in der Kält´n und es wird und wird nid wärmer.
De Fummi do drin hört zum red´n neamer auf: i g´spür scho meine Eier neama!
Und wei´ i woass, dass vor lauter Kält´n red´n neama lang geht,
frag i´s ganz nett, ob´s nid langsam aufhörn kunnt.
Sie såg: „ Tun´s mich nicht so stressen, ich brauch höchstens noch a halbe Stund!"
I nimm 10 Meter Anlauf, renn voi zuwi und es wackelt scho´ das ganze Trum.
Beim zweiten oder dritten mal fliag des Kastl endlich um.
I hab går nid g´wusst, dass da hint so weit abigeht, das Ding hört gar nimma auf zum roll´n,
zum Glück is dås Kabel g´rissn. Sie kånn nid die Rettung hol´n.
I bin gånz a liaber Bua, nur ….. |
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An am Tåg wia dem
I wåch auf in der Friah, an am Tåg wia dem.
I bin wiarflig åls wia, an am Tåg wia dem.
I glaub heit zum wissen, der Tåg der wird g’schiss’n.
Des muass wohl so sei, an am Tåg wia dem.
Mei Blues wird immer mehr, an am Tåg wia dem.
Je mehr i mi dagegen wehr, an am Tåg wia dem.
Und i frag mi wieso i heit nix locker o´geh ko,
des muass wohl so sei, an am Tåg wia dem.
I triff ein´ Freund und hab das G’fuhl, an am Tåg wia dem.
Dass mi der nur verarschen will. An am Tåg wia dem.
Er nimmt si’ de Zeit und hurcht ma zua,
aber i möcht nur mei Ruah,
I lass ma nid helfen.
An am Tåg wia dem.
Du kimmst daher und möchtest mi trösten, an am Tåg wia dem.
Bitte geh, dass war am Besten, an am Tåg wia dem.
I ko nid glaubm an so am Tåg, dass mi irgendwer måg,
wenn i’s selber scho nid tua.
An am Tåg wia dem.
Gute Ratschläg und guat´s zuared´n möcht´ i heit nid hör´n.
I möcht´ mi in mein Zimmer ei´sperrn und den gånzen Tag rean,
aufbaun ko mi dann keiner, a wenn er åll´s probiert.
Dås låss i nid zua.
An am Tåg wia dem.
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